Behindertenlift

Behinderte Menschen möchten trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigungen in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben. Auch wenn Sie auf besondere Gehhilfen oder einen Rollstuhl angewiesen sind und unter Umständen nur noch unter äußerster Anstrengung respektive gar nicht mehr Treppen allein bewältigen können, gibt es Hilfe beim Treppensteigen. Der Behindertenlift ermöglicht Ihnen ein menschenwürdiges Leben in Ihrer gewohnten Umgebung. Sie müssen nicht zwangsläufig in ein Pflegeheim umziehen.

Vorteile eines Behindertenlifts

Auch in privaten Wohnungen lassen sich nachträglich Behindertenlifte einbauen. Somit erhöht sich Ihr persönlicher Wohnkomfort, Sie müssen nicht umziehen und können trotz Behinderung in Ihrer Wohnung verbleiben.

Behindertenlifte sind einfach und sicher zu bedienen. Sie können Ihren neuen Lift an jeder Haltestelle ohne Probleme bedienen. Die Bedieneinheit befindet sich innerhalb der Kabine, kann – abhängig vom gewählten Modell – jedoch auch per Sprache oder Funk aktiviert werden.

Weitere Vorteile eines Behindertenlifts sind unter anderem

  • Kassenzuschuss bis zu 70 % möglich
  • Energieversorgung mittels Schukosteckdose nach CEE/16A
  • Äußere wie innere Förderhöhe von bis zu 13 Metern möglich
  • Kein zusätzlicher Maschinenraum notwendig
  • Kann im gelieferten Schacht sowie im selbst erstellten installiert werden
  • Hohe Tragkraft von 250 kg, erweiterbar auf 1000 kg

Zum Einsatz kommt ausschließlich Hydrauliköl biologischen Ursprungs. Soll sich der Behindertenlift im Außenbereich befinden, kann dieser zusätzlich mit einem speziellen Anti-Rostschutz ausgeliefert werden. Als besonders positiv sticht die Anpassungsmöglichkeit der Plattformabmessungen hervor. Diese können perfekt an die jeweils vorherrschenden Bedingungen optimiert werden. Im Großen und Ganzen stellt hier ein Spielraum von 550 mm x 800 mm bis zu 1200 mm x 2400 mm kein Problem dar. Eine Anpassung an bestimmte Türhöhen, die sich im Rahmen von 550 mm bis 12500 mm bewegen, ist ebenfalls machbar.

Wie Sie Ihren Behindertenlift bedienen können

Der Behindertenlift lässt sich ganz einfach und bequem mithilfe von Ruftasten an den einzelnen Haltestellen bedienen. Hierfür existiert in der Liftkabine eine große übersichtliche Bedientafel. In den meisten Fällen ist zusätzlich eine vereinfachte Bedienung über Sprachmodule und per Funk möglich. Gegebenenfalls kann auch auf ein Notruftelefon zurückgegriffen werden, welches eine erweiterte Sicherheit bietet. Einen speziellen Schutz bietet der Schlüsselschalter. Mit diesem kann der Behindertenlift vor Missbrauch geschützt werden.

Eingebaut werden kann ein Behindertenlift im privaten Haus wie auch in oder an öffentlichen Gebäuden. Die gesamte Technik wird in einer Bodenaussparung, die eine Größe von maximal 65 mm aufweist, untergebracht. Damit wird eine sehr platzsparende Einfügung des Behindertenlifts gewährleistet.

Unterschiedliche Formen von Behindertenliften

Beim Behindertenlift wird in der Regel von drei Modellen gesprochen, welche sich insbesondere für Rollstuhlfahrer bestens eignen:

  • Hublift
  • Hängelift
  • Plattformlift

Beim Hublift handelt es sich um einen so genannten Senkrechtaufzug. Die Plattform kann mit einem Rollstuhl befahren werden und wird in senkrechter Richtung bewegt. Für diesen Rollstuhllift muss jedoch ausreichend Platz im Treppenhaus vorhanden sein, da dieser eine Freifläche seitlich der Treppe benötigt. Vorteilhaft beim Hublift wirkt sich die Möglichkeit des Transports von zusätzlichen Lasten aus.

Der Hängelift ist auch unter der Bezeichnung Deckenlift bekannt. Dabei wird der Rollstuhl in ein spezielles Gestänge gehängt. An der Decke entlang wird der Hängelift die Treppe hinauf und hinab befördert. Eine Verengung der Treppe findet dabei nicht statt. Positiv hervorzuheben ist ferner, dass der Hängelift sich gleichermaßen an engen wie auch steil verlaufenden Treppen gut einsetzen lässt.

Mit dem Plattformlift haben Sie eine gute Wahl getroffen. Hier können Sie Ihren Rollstuhl bequem auf die Plattform fahren. Klappen und Sicherheitsbügel tragen dafür Sorge, dass Ihr Rollstuhl während des Fahrvorgangs nicht verrutscht. Die benötigte Laufschiene kann wahlweise auf den Treppenstufen oder auch an der Wand befestigt werden. Ein Plattformlift verursacht Kosten zwischen 8000 Euro und 10.000 Euro. Häufig ist dieser in öffentlichen Gebäuden zu finden, eignet sich jedoch auch für Privatpersonen.

Die Preisgestaltung für Behindertenlifte

Ein Behindertenlift wird – wie jeder andere Treppenlift auch – individuell an Ihre vorhandene Treppe angepasst. Daher kann keine pauschale Aussage über den Preis gemacht werden. Darüber hinaus gibt es zum Teil beträchtliche Preisunterschiede von Hersteller zu Hersteller.

Weist Ihre Treppe einen geraden Verlauf auf und entscheiden Sie sich für einen Behindertenlift, der über eine Sitzfläche verfügt, können Sie bei einer 12-stufigen Treppe mit einem Preis von rund 2500 Euro rechnen. Allerdings besteht bei einem solchen Modell keine Möglichkeit einen Rollstuhl zu befördern.

Sind Sie auf einen Rollstuhl angewiesen, benötigen Sie einen Plattformlift. Dieser ist aufwendiger und kostet entsprechend mehr. Für eine gleichwertige Treppe müssen Sie mit einem Preis von rund 7500 Euro rechnen.